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Die Finanzierung der Weltreise

Bei anderen sieht es immer so einfach aus. Scheinbar spontan brechen sie auf um die Welt zu entdecken. Man selbst würde vielleicht auch gerne ausbrechen doch scheitert es meist an den eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Doch wie machen die anderen das? Woher haben sie das Geld für eine Weltreise und geht es wirklich von heute auf morgen los oder steckt vielleicht doch mehr dahinter? Heute möchte ich ein paar dieser Fragen beantworten und mit ein paar Mythen aufräumen.

Gute Planung ist der Schlüssel zum Erfolg

Auch wenn es oft so aussieht als würden die anderen scheinbar problemlos genügend Geld für eine längere Reise aus dem Ärmel schütteln und dann einfach aufbrechen, so ist fast immer genau das Gegenteil.

Klar, es gibt immer mal wen der etwas Geld geerbt hat oder einen Zuschuss von den Eltern oder Großeltern erhält aber der überwiegende Teil der Weltreisenden dürfte unzählige Stunden mit der Planung der Reise verbracht haben.

Doch nicht nur die Reise an sich will gut geplant sein. Auch die Finanzierung muss durchdacht und dann auch eiskalt durchgezogen werden. Sonst wird der Traum ein Traum bleiben. Das ist nicht immer einfach doch wer sich sein Ziel stets vor Augen führt, wird es am Ende schaffen.

Also, wie plant man so etwas? Zuerst gilt es herauszufinden, was man alles sehen will. Dann kann man online nachschauen was die Reise in etwa kosten wird. Preise für Hotels und Hostels bekommt man auf Buchungsplattformen wie Hostelbooker oder Booking.com.

Für Lebensmittelpreise und Inlandstransportkosten kann man auf Facebook in den einschlägigen Reisegruppen für Langzeitreisende oder (Backpacker-)Gruppen der jeweiligen Länder nachfragen – dort wird einem immer geholfen.

Dann muss man nur noch den Zeitraum festlegen, in dem das Ganze von statten gehen soll und schon kann man sich sein notwendiges Budget berechnen. Dann heißt es sparen.

Wie spart man richtig – 5 Tipps

Nachfolgend möchte ich dir die 5 wichtigsten Tipps geben, mit denen du das nötige Kleingeld für deine große Reise beiseite legen kannst. Wenn du sie eisern verfolgst, solltest du in absehbarer Zeit genügend Gespartes haben um aufzubrechen.

1. Schreibe ein Haushaltsbuch

Geh zur nächstgelegenen Filiale der Sparkasse und lass dir dort ein Haushaltsbuch geben. Die verteilen die kleinen Heftchen gratis und auf Nachfrage sicherlich auch an Nicht-Kunden, wenn sie nicht gar im Vorraum ausliegen.

Dort trägst du sämtliche deiner Einnahmen und Ausgaben ein. So verschaffst du dir einen Überblick wo genau dein Geld eigentlich hin wandert. Durch das Bewusstwerden deines Geldflusses wirst du automatisch bei jeder Ausgabe darüber nachdenken, ob sie wirklich notwendig ist und gewisse Ausgaben fallen automatisch weg.

Auch hilft es dir Geldfresser zu identifizieren und diese dann los zu werden. Das so gesparte Geld kannst du für deine Reise auf Seite schaffen.

2. Schluss mit den Genussmitteln

Rauchst du? Dann ist genau jetzt der beste Zeitpunkt aufzuhören. Nicht nur deine Gesundheit wird es dir danken sondern auch dein Geldbeutel. Hast du dir mal ausgerechnet wieviel Geld du eigentlich Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr verqualmst?

Aber auch Nichtraucher haben ihre Genussmittel und mit denen sollte jetzt zum Wohle deiner Reise Schluss sein. Hör auf Geld für Genussmittel auszugeben. Seien es Süßigkeiten, Zigaretten, Alkohol, Softdrinks, Fastfood oder mit welchen Kleinigkeiten du dich auch sonst immer belohnst.

Man munkelt es gibt Leute die tatsächlich Geld für In-App-Käufe von Gratisspielen ausgeben. Falls du einer dieser Personen bist, dann ist es an der Zeit alle Spiele von deinem Handy zu löschen. Nutzen die Zeit lieber um ein Buch über Reisen zu lesen und so deine motivation zum Sparen weiter zu stärken.

3. Verträge wechseln

Jeder von uns hat doch diverse Verträge. Seien es Handy, Versicherungen oder ganz rudimentär Strom und Wasser. Nimm dir einfach mal einen ganzes Wochenende dazu Preise zu vergleichen.

Das geht mittlerweile sehr gut online auf verschiedenen Portalen. Du wirst feststellen, dass andere Anbieter dir die gleichen Leistungen zu günstigeren Konditionen bieten. Hast du einen billigeren Anbieter gefunden kannst du dich an deinen jetzigen Anbieter wenden und ihm sagen: Entweder du gibst mir einen günstigeren Preis  als dein Konkurrent oder ich bin weg.

Im besten Fall kommst du so noch günstiger weg als würdest du direkt wechseln. Im schlechtesten Fall wechselst du einfach und bist so immer noch besser bedient als würdest du bei deinem Anbieter bleiben.

Bei Versicherungen sparst du übrigens besonders viel, wenn du einen großen Eigenanteil wählst. Geh einfach mal deine Unterlagen durch und schaue wie oft du eine gewisse Versicherung in der Vergangenheit in Anspruch genommen hast. Stehen die Kosten im Verhältnis zur erhaltenen Leistung? Oder lohnt sich die Versicherung generell?

4. Verträge kündigen

Viele Leute sind in unnötigen Bereichen überversichert und besitzen Verträge, die sich nicht wirklich in Anspruch nehmen. Zeit Ballast los zu werden und unnötige Versicherungen und Verträge zu kündigen.

Brauchst du wirklich den Netflix Account, das Zeitungsabo, die Handyversicherung die im Zweifel eh nicht zahlt und den Vertrag beim Fitnessstudio? Kündige alles was du nicht wirklich zum Leben brauchst und glaub mir, das ist nicht wirklich viel.

Die einzige Versicherung die ich seit zwei Jahren habe ist meine Auslandskrankenversicherung. Außer der habe ich so gut wie nichts. Sämtliches Hab und Gut, welches ich besitze, passt in meinen 40 Liter Handgepäckrucksack.

5. Einen Anteil vom Einkommen wegsparen

Kennst du das: du willst das, was du am Ende des Monats noch übrig hast sparen, doch am Ende des Monats ist kein Geld mehr übrig? Viele Menschen haben das Problem, dass “am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist”.

Dieser lustig gemeinte Spruch birgt eine traurige Wahrheit: was man hat, gibt man aus. Es ist kein Zufall, dass selbst relativ gut verdienende Leute am Ende des Monats kein Geld mehr übrig haben. Alles ist ausgegeben. Mit steigendem Einkommen steigt auch der Lebensstandard. Autos werden teurer, Behausungen größer, das Essen besser.

Ist es nicht seltsam, dass man am Ende doch immer über die Runden kommt? Ich selbst kam, als ich bei der Bundeswehr war, mit rund 400€ jeden Monat zurecht. Bei meinem ersten Job hatte ich dann 1.500€ zur Verfügung und trotzdem war das Geld am Ende des Monats immer alle.

Dann hielten meine Eltern mich an, ich sollte doch 500€ monatlich zur Seite legen, damit ich lernte wie es wäre Miete zu zahlen (ich wohnte Damals noch bei meinen Eltern) und siehe da, obwohl ich jeden Monat 500€ weniger hatte, kam ich trotzdem wieder über die Runden – hatte aber noch 500€ auf einem Sparkonto, wovon ich letztendlich die Einrichtung meiner ersten Wohnung finanzierte.

Deswegen ist es unentbehrlich, dass du dich künstlich arm machst. Wenn du sofort nach dem du dein Gehalt erhältst 10% bis 20% davon auf ein separates Konto – am besten bei einer anderen Bank – überweist, kommst du gar nicht erst in Versuchung es auszugeben. Noch besser wären 30% bis 50%.

Auch mit dem Rest kommt man sehr gut über die Runden. Vor allem wenn man bereits ein Haushaltsbuch hat, welches einem Verrät, an welchen Posten man das gesparte Geld bei seinen Ausgaben einsparen kann, damit kein “Loch” entsteht.

Fazit

Weltreisen finanzieren sich nicht von alleine und wenn du denkst, dass andere scheinbar mühelos von jetzt auf gleich ihre Koffer packen und losziehen, so irrst du dich in den allermeisten Fällen.

Eine Weltreise will gut durchdacht und geplant sein und die Finanzierung ist nichts, was man mal eben so aus der Portokasse bezahlt. Mit etwas Disziplin und dem nötigen Willen kann aber so ziemlich jeder eine Weltreise bezahlen.

Fandest du meine Tipps hilfreich? Dann schau doch mal auf meinem Blog Follow Your Feet vorbei. Dort habe ich nicht nur einen noch ausführlicheren Beitrag zum Thema Weltreise finanzieren geschrieben sondern blogge auch so oft übers Geldverdienen und die Finanzen auf Reisen.

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